Um Power Apps Code Apps richtig zu bewerten, wollte ich einen Use Case, der kein Spielzeug ist — dicht genug, um in einer Canvas App mühsam zu werden, und trotzdem ein echtes Planungsproblem. Kapazitätsplanung passte gut.
Was die App macht
Die App teilt sich in Datenverwaltung — Personen, Projekte, Teams, Rollen und Abwesenheiten — und Kapazitätsplanung mit Allocations, Demand und einer Übersicht.
Die Übersichtsseite aggregiert genau die Werte, die ein Planungsgespräch braucht: Gesamtkapazität, Abwesenheiten, allozierte Stunden, verfügbare Stunden und eine Auslastung in Prozent. Anschliessend bricht sie die gleichen Zahlen pro Teammitglied herunter, inklusive FTE, Monatskapazität und Restschätzung. Die Allocation-Daten sind mit Jira-Items synchronisiert.
Wie sie gebaut ist
- Frontend als Power Apps Code App mit React und TypeScript
- Dataverse-Backend über neun Tabellen
- Ein Cloud Flow, eine Connection Reference und Umgebungsvariablen in derselben Solution
- Deployment über Power Platform Pipelines in ein Managed Environment
Das Interessante ist nicht das UI — sondern dass das Ganze eine normale Solution-Komponente bleibt. Die Code App liegt in der Solution neben ihren Tabellen und dem Flow, erscheint im Maker Inventory als eigener App-Typ und wandert mit derselben versionierten Pipeline durch die Umgebungen wie alles andere.
Warum eine Code App
Ein dichter, tabellarischer Screen mit berechneten Spalten und Fortschrittsanzeigen ist genau das, was früher zur Wahl zwischen einer widerspenstigen Canvas App und einer Eigenentwicklung ausserhalb der Plattform gezwungen hat. Mit React und TypeScript ist das unspektakuläre Arbeit — während Hosting, Daten, ALM und Governance native in der Power Platform bleiben.
Die Plattform-Seite dazu — Solutions, Umgebungs-Setup, Governance und Deployment — habe ich ausführlicher in meinem Artikel zu Power Apps Code Apps beschrieben.
Eine ausführlichere Dokumentation dieses Projekts ist noch in Arbeit — mehr Details zu Datenmodell und Planungslogik folgen.